Endlich ist das Baby da und Mama kann es gar nicht erwarten, mit dem Baby spazieren zu gehen. Schließlich tut ein kleiner Ausflug an der frischen Luft beiden gut. Bisher war das Kleine in Mamas Bauch immer gut geschützt. Was müssen Eltern also beachten, wenn sie zum ersten Mal einen Spaziergang mit dem Neugeborenen unternehmen wollen? Aus der Sicht von Hebammen spricht nichts gegen einen kleinen Spaziergang mit Babys, die erst ein paar Tage alt sind. Voraussetzung für einen Rundgang an der frischen Luft ist jedoch, dass das Baby gesund ist. Auch sollte das Wetter moderat sein, also weder zu kalt noch zu nass oder stürmisch. Für das Baby wird der Spaziergang angenehm, wenn es nicht friert. Mama sollte das Kleine also der Temperatur entsprechend warm anziehen. Am Anfang reicht es, eine halbe Stunde nach draußen zu gehen. War das Baby während des kleinen Ausflugs zufrieden, kann man sich beim nächsten Spaziergang steigern.

Welches Wetter ist ideal für den ersten Spaziergang?

Alle frisch gebackenen Eltern sind anfangs unsicher, was gut für das neu geborene Baby ist. Die kleinen wirken so zart und zerbrechlich. Vor der Geburt machte ein Spaziergang bei jedem Wetter Spaß. Auch möchte Mama mit dem Baby nicht nur den ganzen Tag zuhause sein. Aber kann man mit einem Neugeborenen auch bei Wind, Schnee oder Regen raus? Ein kurzer Transport zum Kinderarzt oder Supermarkt lässt sich auch bei schlechterem Wetter kaum vermeiden. Bei einem Spaziergang, der in der Regel etwas länger dauert, sollten jedoch angenehme Temperaturen herrschen. Denn wenn Mama schon nach wenigen Schritten steif gefrorene Hände hat, nimmt der Spaß am Spazieren gehen schnell ab. Der richtige Zeitpunkt für einen ersten kleine Ausflug hängt stark von der Jahreszeit ab. Auch Winterbabys tut eine Ausfahrt an der frischen Luft gut, jedoch sollten keine Minusgrade vorherrschen. Das Baby würde sich bei sehr kalter Luft nicht wohl fühlen, selbst wenn es sehr warm eingepackt ist. Frost, Nebel oder Sturm sind für Babys unter 6 Monaten nicht geeignet. Bei extremer Kälte ist es somit besser, mit einem Neugeborenen zuhause zu bleiben. Viele Hebammen empfehlen, im Winter eher nachmittags Spazieren zu gehen, da die Temperaturen dann oft milder sind als in den frühen Morgenstunden. Im Sommer sollten Eltern jedoch lieber die kühleren Vormittagsstunden für eine Ausfahrt bevorzugen. Regen oder Schnee sind ebenfalls nicht ideal für den ersten Spaziergang. Das Baby kann durch den Regenschutz des Kinderwagens vor Nässe geschützt werden, Mama wird jedoch zwangsläufig nass. Schließlich ist es nicht so einfach, mit einer Hand einen Kinderwagen zu manövrieren und mit der anderen einen Schirm zu halten. Das ideale Wetter für den ersten Spaziergang ist deshalb trocken und bei angenehmen Temperaturen.

Gibt es ein Mindestalter beim Spazieren gehen mit Neugeborenen?

Ein Spaziergang an der frischen Luft bei moderatem Wetter tut vor allem den Atemwegen der Babys gut. Auch hilft das Tageslicht den Kleinen, sich besser auf den Tag-Nacht-Rhythmus einzustellen. Die schaukelnden Bewegungen des Kinderwagens lassen Babys gut schlafen. Trotz dieser Gründe, sollte nicht jedes Kind schon in den ersten Tagen nach draußen. Ein Mindestalter für den ersten Spaziergang gibt es nicht. Für Hebammen ist die wichtigste Voraussetzung für den ersten Spaziergang nicht das Alter, sondern die Gesundheit des Neugeborenen. Ein Baby das Fieber hat, sollte deshalb auf keinen Fall nach draußen, sondern zuhause bleiben. Wenn es dem Neugeborenen jedoch gut geht, es kein Fieber hat, die Temperatur vom Kind gut gehalten wird und es normal zunimmt, kann man mit ihm schon in den ersten Tagen nach der Geburt an die frische Luft gehen. Hebammen empfehlen eine halbe Stunde Gehzeit für den ersten Spaziergang. Später kann Mama den Spaziergang auf eine Stunde ausdehnen. Dies hängt jedoch auch vom Baby selbst ab. Einige Babys genießen es, im Kinderwagen sanft in den Schlaf geschaukelt zu werden. Andere werden bei längeren Ausfahrten eher unruhig. Jedes Baby ist anders. Mama sollte sich also eher daran orientieren, wie lange das Baby bei einem Spaziergang zufrieden ist. Vor dem Spaziergang sollte das Baby stets gewickelt werden und getrunken haben. Satt und trocken sind Babys unterwegs zufriedener und Mama muss den Spaziergang nicht sofort wieder unterbrechen oder umkehren. Bei warmem Wetter ist gegen einen kurzen Stopp zum Stillen auf der Parkbank zwar nichts einzuwenden, an kalten Tagen kann dies aber sehr unangenehm für die Mutter sein.

Wie das soll man das Baby transportieren?

Nicht nur der erste Spaziergang, sondern auch alle folgenden Ausfahrten sollten für das Neugeborene so angenehm wie möglich sein. Eltern können ihr Baby in einem Tragetuch oder dem Kinderwagen sicher und komfortabel transportieren. Das Tragetuch hat dabei den Vorteil, dass das Baby Mamas Körpernähe spürt, was auf Babys in den ersten Monaten sehr beruhigend wirkt. Auch wird das Kind zusätzlich durch Mamas Körperwärme gewärmt. An kalten Tagen sollten Mütter dem Baby wärmende Socken oder Füßlinge überziehen, damit die Füße nicht frieren. Eine Mütze hilft, die Körperwärme am Kopf zu halten. Im Handel sind außerdem Jacken für Mütter erhältlich, die das Baby ebenfalls umschließen. So sind Mutter und Kind an kühleren Tagen gut geschützt. Wer sein Kind lieber schiebt, sollte sich einen Kombikinderwagen anschaffen. Diese sind auf den sicheren und bequemen Transport eines Babys ausgerichtet und eignen sich für alle Wetterlagen. Das Baby kann in einem Kombikinderwagen ab Geburt bis zu einem Alter von durchschnittlich 3 Jahren transportiert werden, indem man die Transportaufsätze wechselt. So werden Neugeborene in der Babywanne geschoben, größere im Sportaufsatz. Sind Kinderwägen mit einer Federung ausgestattet, federn sie Stöße auf unebenen Wege einfach ab und das Baby kann sanft schlummern.

Die Babywannen der Kinderwägen sind in der Regel leicht gepolstert. Der Überzug der Babywanne ist jedoch keine wärmende Decke, sondern ein Windschutz. Bei Schnee und Nässe hilft ein Regenschutz, bei Sonneneinstrahlung kann ein Sonnenschirm montiert werden.

Wie sollte man das Baby für den Spaziergang einpacken?

Hebammen empfehlen, dem Baby immer eine Schicht mehr anzuziehen als sich selbst. Hat Mama an einem warmen Tag nur eine Hose und ein kurzes T-Shirt an, sollte das Neugeborenene zusätzlich durch eine leichte Baumwolljacke geschützt werden. Nur im Tragetuch sollte man das Baby nicht zu warm anziehen, da Mamas Körperwärme auf das Baby zusätzlich einwirkt. Es ist ratsam, dem neugeborenen Baby draußen immer eine Mütze anzuziehen, da der Kopf noch sehr empfindlich ist. An warmen Tagen kann dies eine leichte Baumwollmütze sein, an kälteren Tagen sollte die Mütze jedoch wärmen. Bei einem halbstündigen Spaziergang kann Mama leicht einmal ins Schwitzen kommen, denn die Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung. Das Baby im Kinderwagen bewegt sich jedoch nicht und kann schnell unterkühlen. An kalten Tagen ist deshalb eine warme Decke für das Baby unerlässlich. An Wintertagen reicht jedoch selbst ein warmer Strampler, eine Jacke und eine Decke nicht mehr aus. Bei kalten Temperaturen hilft ein Fußsack oder ein Kinderwagenanzug, das Baby warm zu halten. Fußsäcke gibt es in verschiedenen Größen und eignen sich auch für größere Kinder, die schon im Sportsitz des Kinderwagens sitzen. Es gibt jedoch auch kleinere Modelle, die gut in die Babywanne eines Kinderwagens passen. Ein Kinderwagenanzug wird einfach über die das angezogene Baby übergezogen. Er besteht aus einer vernähten Jacke und Hose, hat jedoch auch abnehmbare Handschuhe und Füßlinge angebracht. Wer sich nun noch nicht sicher ist, ob das Baby friert, kann zusätzlich eine Decke mitnehmen. Viele Mütter legen auch gerne ein wärmendes Lammfell über die Matratze des Kinderwagens. Lammfell ist nicht nur sehr weich, sondern reguliert die Wärme optimal. Warm eingepackt, macht selbst im Winter der erste Spaziergang Spaß. Die Bewegung an der frischen Luft hilft übermüdeten Mamas, munter zu werden und lässt das Neugeborene sanft einschlummern.